Gastronomie verkaufen – drei Ebenen sauber getrennt
Was beim Gastro-Verkauf zusammenkommt
Wer ein Restaurant, Café oder eine Bar verkaufen möchte, verkauft fast immer drei Dinge auf einmal: die Immobilie, die Konzession und Lizenzen und das Inventar. Diese Ebenen rechtlich und wirtschaftlich sauber zu trennen, ist beim Gastro-Verkauf die wichtigste Vorarbeit. Wer das vermischt, riskiert Streit bei der Übergabe, bei der Konzessions-Übertragung und beim Steuer-Veranlagungsbescheid.
Wir sind Immobilienmakler — wir verkaufen die Immobilie und sorgen dafür, dass die anderen Ebenen koordiniert mitgehen, ohne in unsere Kompetenz zu fallen.
Die drei Verkaufs-Ebenen im Überblick
| Ebene | Was enthalten | Wer regelt es |
|---|---|---|
| **Immobilie** | Räume, Eigentum, gastronomische Vorinstallationen | Wir – Notarvertrag |
| **Konzession & Lizenzen** | Gaststätten-/Schankerlaubnis, Außenflächen, Sondernutzung | Behörden – persönlich beim Käufer |
| **Inventar & Betrieb** | Küche, Theke, Mobiliar, Personalverträge, Lieferanten | Vereinbarung Alt- und Neu-Pächter |
Welche Ebenen Sie mit-verkaufen wollen, klären wir im Erstgespräch. Manchmal ist eine reine Immobilien-Veräußerung sinnvoller (Konzession und Betrieb bleiben beim Mieter), manchmal eine Komplettlösung mit gastronomischem Nachfolger.
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Bewertung – Substanz, Vorinstallationen, Standort
Die Bewertung der Gastronomieimmobilie folgt einer eigenen Logik. Bei einem Verkauf an einen gastronomischen Nachfolger zählt vor allem der Substanzwert plus der Wert der gastronomischen Vorinstallationen — Lüftungsanlage, Küchenanschlüsse, Stromkapazität, Frischluftzufuhr, Fettabscheider. Diese Vorinstallationen können den Wert um sechsstellige Beträge heben oder senken.
Bei einem Verkauf an einen Investor, der den bestehenden Pächter weiterführen lässt, zählt der Pachtertrag mit Laufzeit und Bonität des Pächters. Die Konzessions-Übertragbarkeit am Standort ist dabei das oft unterschätzte Risiko: Wenn die Behörde die Konzession nicht weitergeben würde, sinkt der Wert erheblich. Wir klären den Status mit der Behörde vor Vermarktungsstart.
Käufergruppen für Gastronomie-Immobilien
- Gastronomische Nachfolger – übernehmen Immobilie und Betrieb komplett, oft mit Konzept-Anpassung. Lange Vertragslaufzeiten, starke Verhandlungsposition.
- Gastro-Konzepte und Franchise-Systeme – suchen Standorte für Markenexpansion. Bringen eigene Konzession und eigenes Konzept mit.
- Investoren mit Pachterhalt – kaufen vermietete Gastronomie als Renditeobjekt. Bonität des Pächters ist entscheidend.
- Umnutzer – bei umnutzbaren Standorten (Bäckerei mit Café, Einzelhandel, Dienstleistung), wenn die Genehmigungslage es zulässt.
Diskretion ist beim Gastro-Verkauf Standard
Gäste, Stammkunden, Mitarbeiter, Lieferanten — sie alle sollten erst dann erfahren, dass Sie verkaufen, wenn der Übergang geklärt ist. Vorzeitige Information führt zu Umsatzeinbußen, die den Wert des Hauses drücken. Wir vermarkten Gastronomie-Immobilien deshalb fast immer off-market über unser regionales Netzwerk mit Gastronomen, Konzepten und Investoren.